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Silvester...

... in Berlin Kassel

Als Skotschie und ich mal wieder durch den Lößnitzgrund stapften, es war nass, lauwarm, also das typische Dezemberwetter 2013. Plötzlich fragte mich mein geschätzter Kumpel:

"Sachma, was machst du eigentlich zu Silvester?"

"Keine Ahnung. Was machst du denn?"

"Na ja, ich hatte überlegt, zu der Party von X und Y zu gehen (zwei mehr oder minder sympatische Leute aus unserer Klasse)"

"Hm, naja, da komm ich dann wohl eher nicht. X ist ja noch ganz in Ordung, aber Y nervt echt."

"Einfach ausblenden. So mach ich das immer."

"Darauf hab ich zu Silvester keinen Bock."

"Weißt du was ich richtig cool fände? Wenn wir irgendwas mit Z machen würden."

"Naja, dass ist eher schwierig, oder? Ich meine, der wohnt immerhin in Kassel."

"Wir können uns ja trotzdem treffen, oder?"

"Die Bahnkarten sind recht teuer."

"Wir können den Fernbus nehmen. Da kommst du mit 9€ nach Berlin."

Und so ham wir es dann auch gemacht.

Z ist mein Geburtsfreund (eine Bezeichnung aus meiner Familie, unsere Mütter waren bei unserer Geburt zusammen im Krankenhaus und haben sich anscheinend ganz gut verstanden, sodass sie sich später, nachdem wir an drei aufeinanderfolgenden Tagen geboren worden waren regelmäßig wiedergetroffen haben, woher wir uns kennen), aber seine Familie ist nach Kassel gezogen, wodurch wir uns nicht mehr alzu häufig sehen. Da Skotschie und ich nach 8 Jahren Freundschaft manchmal ein bischen aneinander kleben,  haben sich die beiden irgendwann kennengelernt und verstehen sich auch super.

Weiter im Text [elegante Überleitung, ich weiß].

Der Plan für Silvester sah nunmehr so aus:

1. Am 31. superfrüh aufstehen und den Bus nach Kassel nehmen

2. Nachmittags in Kassel ankommen, Spaß haben

3. Am Spätnachmittag des Neujahrstages zurückfahren und damit unsere Eltern zwingen, ewig wachzubleiben obwohl sie am nächsten Tag früh raus müssen, damit sie uns abholen bzw. in Empfang nehmen können

Die Schritte im Einzelnen sahen dann so aus:

Schritt eins: Nach Kassel kommen

Morgens war ich erstaunlich wach, sodass ich im Bus kaum schlief. In Leipzig fiel uns auf, das die meisten Städte an ihrem Stadtbild erkennbar sind, selbst wenn man sich nicht in Altstadt oder Zentrum befindet. Als eine Straßenbahn vorbeifuhr, meinte Skotschie zu mir, er fände es besser, würden viel mehr Dinge mit Straßenbahnen erledigt, worauf ich meinte, man müsste erstmal die Autos abschaffen. In solchen Situationen bleiben wir entweder ernst und fangen dann an zu spinnen oder fangen sofort an zu spinnen. Ergebnis:

Mit unseren Greencards (Vom Stadtjugendpfarramt herausgegebene Karten, mit denen man als Betreuer bei Rüstzeiten arbeiten kann) versuchen wir ein paar Autofahrer anzuhalten, denen wir dann ihr Auto wegnehmen, welches wir dann verschrotten. Dann geben wir diesen netten Menschen eine oder mehrere Greencards, damit sie dasselbe tun können wie wir. Somit wäre die Welt (wenn alle brav und ohne zu argwöhnen mitspielen) nach wenigen Wochen per Zombieprinzip von Autos befreit. Und was soll man dann noch nehmen? Natürlich Straßenbahnen!

In der Pause, die der Bus zwischen Halle und Kassel machte, sah ich am Horizont der trostlosen Autobahn - Landschaft einen ebenso trostlosen Abraumberg. Irgendwie schätzte ich seine Größe falsch ein, denn ich dachte mir, hin und zurück sei in einer halben Stunde zu schaffen. Auf dem Weg tippte ich eine SMS an meine Eltern, die sie benachrichtigte, der Bus sei aufgrund eines Motorschadens liegen geblieben worauf 20 Leerzeilen und dann ein "War nur nen Scherz" folgte. Irgendwann kam ich an einen Zaun. Der Zaun war sehr lang und aus Gittermaschendraht, was ein Überklettern erschwerte. Dazu kam, dass der Abraumberg noch immer gleich groß aussah. Als ich mir ihn näher anguckte, sah ich kleine grüne Punkte. Ich glaube, es waren Büsche. Also beschloss ich, meine verbleibende Zeit zu nutzen, indem ich den Zaun entlanglatschte. Auf dem Weg fand ich noch eine alte Energy - Drink - Dose, die ich am liebsten liegen gelassen hätte, jedoch war mein innerlicher Drang, die Welt hübscher und vor allem interessanter zu machen stärker. Auf der Dose war eine Ölpumpe abgebildet, wobei dort, wo das Öl eigentlich rauskommen sollte, ein brennender Totenkopf war. Die Dose machte sich gut neben der Zapfsäule.

Schritt zwei: Silvester feiern

Grausam wie ich bin, folgt dieser Schritt zu einem späteren Zeitpunkt.

 

3.1.14 17:51

Letzte Einträge: Mein erster Eintrag! Juhu!, Zeit ist Geld, Yippie!, Kopierschutz, Lyrik

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